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Karten (Sprachlandschaften)

Deutsche Mundarten in Böhmen, Mähren und Schlesien


Die Mundarten der ehemals deutsch besiedelten Gebiete in Böhmen und Mähren-Schlesien bildeten keine einheitliche Sprachlandschaft. In ihnen haben sich die Spuren der mittelalterlichen Besiedlung erhalten, auch wenn es zu Vermischungen und Beeinflussungen durch andere Mundarten und das Tschechische kam. Es wurden nur ober- und mitteldeutsche Mundarten gesprochen, die die zweite (hochdeutsche) Lautverschiebung ganz oder teilweise mitgemacht haben. 

 

Fünf mundartliche Großlandschaften lassen sich unterscheiden:

  • Das Mittelbairische (Südmähren; unterer und mittlerer Böhmerwald; Schönhengst; Budweiser, Wischauer, Brünner und Olmützer Sprachinsel)

  • Das Nordbairische oder Oberpfälzische (Westböhmen, Iglauer Sprachinsel)

  • Das Ostfränkische: es reicht von Nordwestböhmen über das Erzgebirge bis in die Gegend von Bamberg. Diese kleinste Sprachlandschaft ist auch noch im Schönhengst und im mittleren Nordmähren vertreten.

  • Das Obersächsische (Nordböhmen und als Mischdialekt mit dem Nordbairischen in der Iglauer Sprachinsel)

  • Das Schlesische (Ostböhmen und Nordmähren) 

 

(nach: Sudetendeutsches Wörterbuch. Wörterbuch der deutschen Mundarten in Böhmen und Mähren-Schlesien, Bd. 1, München 1988).

 

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Wir gratulieren Christine Rösch, Obfrau der Heimatgruppe Kuhländchen in München, und dem Landschaftsbetreuer Ulf Broßmann zur Eintragung der Kuhländler Tänze in das Register Guter Praxisbeispiele des Bayerischen Landesverzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes.