Institution & Mitarbeiter
Liebe Landsleute!
Seit dem 1. Juni bin ich als Heimatpflegerin der Sudetendeutschen tätig und stelle mich Ihnen gern vor.
Dr. Zuzana Finger stammt aus dem Preßburger Umland
Bild:Herbert Fischer
Mein Name ist Zuzana Finger, und ich bin in der damaligen Tschechoslowakei, im Länderdreieck Slowakei/Ungarn/ Österreich, geboren. Ich wuchs in einer Umgebung auf, die von den Folgen der Vertreibung der deutschen und ungarischen Bevölkerung gezeichnet ist. Diejenigen, die bleiben durften, waren gezwungen, über ihre Identität und Geschichte zu schweigen. Ihre Volkskultur wurde aus dem öffentlichen Leben verbannt, die Denkmäler verfielen, und die traditionellen Gebrauchsgegenstände wurden nicht mehr hergestellt. Das Ziel der damaligen Nationalitätenpolitik waren kulturelle und sprachliche Assimilation und geschichtliches Vergessen.
Meine Eltern leisteten ihren persönlichen Widerstand, indem sie mir privaten Deutschunterricht bei einem karpatendeutschen Bekannten ermöglichten und sich dafür einsetzten, daß ich Germanistik in der DDR studieren konnte. Während meines Studiums lernte ich meinen späteren Mann Peter kennen, dessen Eltern ebenso Sudetendeutsche sind und die als Jugendliche mit ihren Eltern vertrieben wurden. Ich machte in der DDR wiederholt die Erfahrung, daß diese Geschichte tabu war, daß die Erinnerung in den engsten privaten Bereich verbannt wurde und Gefahr lief, nicht festgehalten werden zu können.
In den folgenden Jahren sind mein Mann und ich in die Bundesrepublik ausgewandert, ich habe im zweiten Studium Slawistik und Südosteuropakunde studiert und in meinem Berufsleben viel mit Flüchtlingen und Vertreibungsopfern zu tun gehabt. Aus meiner Lebenserfahrung weiß ich, wie kostbar die Heimat ist. Sie ist ein Anker in der Vergänglichkeit und ein Geschenk unserer Vorfahren. Man kann einem Menschen schweres Leid antun, indem man ihm das Leben läßt, aber die Heimat nimmt.
Was bleibt und bleiben muß, ist die Heimatpflege, das liebevolle Aufbewahren und Weitergeben des Kulturgutes als große Geistes- und Herzensbildung. In meinem privaten Leben sehe ich mit Freude, daß sich meine zwei Kinder für die Familienforschung interessieren. In meinem beruflichen Leben freue ich mich darauf, Sie, liebe Landsleute, bei Ihren vielfältigen und oft aufopferungsreichen heimatpflegerischen Aktivitäten tatkräftig und ganz persönlich zu unterstützen.
Erreichen können Sie mich unter der bekannten Anschrift des Sudetendeutschen Hauses (Hochstraße 8, 81669 München) und jederzeit per eMail unter finger@sudeten.de
Seit 1988 gibt es die Einrichtung "Heimatpflegerin der Sudetendeutschen". Die Stelle wurde im Rahmen der Schirmherrschaft des Freistaats Bayern über die Sudetendeutschen und als Ergänzung zu den bayerischen Bezirksheimatpflegern geschaffen.
Finanziert wird die Einrichtung vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, von den sieben bayerischen Bezirken, die im Verband der Bayerischen Bezirke zusammengeschlossen sind, und von der Sudetendeutschen Landsmannschaft, bei der die Stelle auch angesiedelt ist. Aufgabe der sudetendeutschen Heimatpflege ist es, die kulturelle Überlieferung der Deutschen aus und in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien zu dokumentieren, zu bewahren und zu fördern. Seit der politischen Wende von 1989 hat die grenzüberschreitende Kulturarbeit mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Heute gehört sie zu den wichtigsten Aufgaben der Einrichtung.
Die Themen sind vielfältig: Heimat- und Familienforschung, Oral History/Zeitzeugenprojekte, Mundart, Volksmusik und -tanz, Trachten, Krippen, aber auch Alltagskultur und Kunstprojekte. Es werden sowohl eigene Projekte verwirklicht als auch Gruppen und Einzelpersonen in ihren Vorhaben beraten und unterstützt. Die sudetendeutsche Heimatpflege veranstaltet Ausstellungen und Konzerte, Tagungen und Exkursionen und gibt Publikationen und Tonträger heraus.
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Christa Zoppelt
ist in Siebenbürgen (Rumänien) geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Christa Zoppelt arbeitete in Rumänien als Grundschullehrerin, dann im Kurort Bad Baaßen in der Buchhaltung und Ärztlichen Statistik, später, nach der Kinderpause, wieder als Lehrerin. 1985 wanderte sie mit ihrer Familie in die Bundesrepublik Deutschland aus. Jahre der Umschulung und Fortbildung folgten. Nach mehreren Praktika und befristeten Arbeitsstellen ist Christa Zoppelt seit 1997 hauptamtliche Mitarbeiterin in der sudetendeutschen Heimatpflege.
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Freiberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter
Außerdem arbeiten in der Sudetendeutschen Heimatpflege wechselnde freiberufliche Mitarbeiter. Hinzu kommen die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das Gelingen vieler Projekte erst möglich machen.
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Dr. des. Andrea Müller
Projekt "Internetdokumentation grenzüberschreitender Projekte"
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Sabine Wirbals
Projekt "Internetdokumentation grenzüberschreitender Projekte"
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Andreas J. Schmidt M.A.
Projekt "Erschließung und Internetpublikation von Zeitzeugeninterviews"
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