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Die vier Füger-Brüder aus Frauendorf mit sogenannten „Gepeschken“ beim Trachtenumzug in Dinkelsbühl / © Agneta und Hans Füger

WAS UNS ANZIEHT: TRACHTEN DER DEUTSCHEN AUS DEM ÖSTLICHEN EUROPA ZWISCHEN ÄSTHETIK, POLITIK UND MODE

11. 04. 2023 bis 13. 04. 2023

 

Der Tracht heute ihre Legitimität abzusprechen, wäre eine unangebrachte neue Form der Ideologisierung. Das heißt jedoch nicht, dass man sich nicht der Trachtengeschichte, ihren Facetten, auch mit dem Belastenden und dem Verdrängten stellen sollte.“ (Reinhard Bodner)

Die Tracht ist nicht nur „Stoff um den Körper“, sondern „ein Stück Bedeutung“ (Konrad J. Kuhn). Sie ist ein kulturelles Zeichen und ein Mittel der kulturellen Kommunikation. Bedeutung und Funktion der Tracht sind vielfältig und ambivalent: „Verschiedene Akteure“ können sie „mit widersprüchlichen Zuschreibungen belegen“ (Simone Egger). Tracht sagt etwas dem Trachtenträger – und der Gesellschaft über den Trachtträger. Wer etwas anzieht, zeigt, was ihn anzieht. Bei der Auseinandersetzung mit Tracht sind vier Dimensionen zu berücksichtigen: „eine ästhetische, eine soziale, eine praktische und eine politische“ (Konrad J. Kuhn). Somit ist Tracht „Schönheit, Zugehörigkeit, Tun und Macht.“

Diese Aspekte stehen auch im Mittelpunkt des Seminars. Sein Gegenstand sind die Trachten der Deutschen aus dem östlichen Europa – aus Böhmen und Mähren, Schlesien und Pommern, Siebenbürgen, dem donauschwäbischen Raum und der Gottschee. Neben ihrer Entwicklung vor 1945 wird insbesondere die Nachkriegszeit in der Bundesrepublik, sprich die Jahrzehnte nach Flucht und Vertreibung, in den Blick genommen.

Anmeldung:         

Haus des Deutschen Osten (HDO), München

telefonisch unter 089/449993-0 oder per E-Mail .

Das Seminarprogramm geht Ihnen nach der Anmeldung zu.

Anmeldeschluss:

Dienstag, 28. März 2023

Teilnahmebeitrag:

130,00 € pro Person (inkl. Teilnahme am Programm, 2 Übernachtungen und Verpflegung mit Vollpension), Bezahlung bei der Anreise

Ort:

Bildungszentrum Kloster Banz

Hanns-Seidel-Stiftung e. V.

96231 Bad Staffelstein

Tel.: 09573/337-0

Fax: 09573/337-733

E-Mail: banz(at)hss.de

URL: www.klosterbanz.de

 

Foto: Die vier Füger-Brüder aus Frauendorf mit sogenannten „Gepeschken“ beim Trachtenumzug in Dinkelsbühl / © Agneta und Hans Füger

 
Sudetendeutsche Mundarten aus unterschiedlichen Regionen jetzt auf dem YouTube-Kanal der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Mundartsprecher aus unterschiedlichen Sudetendeutschen Regionen präsentieren Geschichten und Bräuche aus der Heimat, Gedichte und Sagen – gesprochen in der Mundart ihrer Heimat.

Was hat ein „Schlipfr“ mit Schuhen zu tun und eine Sau mit Eheglück? Diese Fragen werden in den Videoclips beantwortet.

Der Hintergrund der Sprecher ist so vielfältig wie ihre Dialekte. Manche haben die Mundart noch in der Heimat gesprochen, andere haben Sie von Ihren Eltern oder Großeltern oder von ihren Lehrern gelernt.

Im Gespräch, bei Heimattreffen, bei regelmäßigen Telefonaten werden die Mundarten gepflegt. Die Möglichkeiten die Dialekte der Heimat zu sprechen werden jedoch immer rarer. Das liegt nicht am Interesse an der Mundart, sondern daran, dass immer weniger Menschen die Sudetendeutschen Mundarten noch beherrschen und damit die Gesprächspartner fehlen.

Diese Video-Dokumentation trägt dazu bei, die Mundarten trotzdem lebendig zu halten.

Heimat im Ohr - Mundart im Netz