Dokumentation
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Projekte

Böhmisch Wiesenthal / Loučná pod Klínovcem
Heimatkreis: Sankt Joachimsthal
Heimatlandschaft: Erzgebirge-Saazerland
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Rekultivierung des Friedhofes von Böhmisch Wiesenthal-Stolzenhain / Loučná pod Klínovcem

Der Wiesenthaler Friedhof verfiel erst, nachdem 1967/68 viele der Bewohner Böhmisch Wiesenthals nach Deutschland übergesiedelt waren. Zwar war noch versucht worden, einzelne Gräber mit einer Platte abzudecken, um einer Verwahrlosung vorzubeugen, doch zeigte sich der Friedhof 1990 verwüstet, auch weil Mitte der achtziger Jahre Randalierer den Verfall beschleunigt hatten. Das Eingangstor verfallen, die Grabsteine umgeworfen und zerbrochen, die Keilberggruft geöffnet und bei der Sobitschkagruft waren die Särge zu sehen. Die ehemaligen Bewohner waren schwer erschüttert.

Tatkräftig stießen sie die Renovierungsarbeiten an. Eine große Privatspende der Familie Zindel finanzierte die Fertigstellung des neuen Eingangs mit einem Tor. Nach wiederholtem Drängen konnte dann die Keilberggruft wieder geschlossen werden, unermüdliche Helfer säuberten den Friedhof und stellten die Grabsteine wieder auf. Den größten Teil der Finanzmittel kamen aus dem Programm zur Ortserneuerung, der Rest konnte durch Spenden der früheren Bewohner Böhmisch Wiesenthals erbracht werden. Auch das Gebeinhaus konnte neu eingedeckt und verputzt werden und im Innern wiederhergestellt werden.

Die ehemaligen Bewohner freuen sich, dass der Friedhof jetzt wieder eine würdige Grabstätte der Vorfahren ist. Zu seiner Pflege wird zwei Mal im Jahr das Gras gemäht. Die Kosten dafür werden aus Spenden getragen. Solange das auf diese Weise geschieht, verlangt die Gemeinde keine Grabgebühren. Auch das Kriegerdenkmal hat jetzt wieder einen festen Platz. Es wird gewünscht, dass die zweisprachige Gedenktafel mit dem Text
Danksagung an Herrn Eckehart Zindel für seinen Beitrag zur Erneuerung dieses Friedhofs
auch der jüngeren Generation einen Bezug zur Heimat schaffen kann und die Mühen nicht umsonst waren. (A.M.)
689-p0370

1994 Die Grabsteine waren umgeworfen, die Mauer umgefallen, das Eingangstor unpassierbar 2004 Nach den Renovierungsarbeiten