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Krausebauden / Labská
Heimatkreis: Hohenelbe
Heimatlandschaft: Riesengebirge
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Restaurierung des Wegekreuzes von Krausebauden / Labská

Im September 2006 trafen sich die ehemaligen Krausebaudener erstmalig zu ihrem traditionellen Ortstreffen in Krausebauden. Auf ihrem Rundgang hielten sie unter anderem an dem Wegekreuz, das oberhalb des durch den mittleren Ortsteil führenden Gemeindeweges in der Nähe der Glocke im Schatten von vier Eichen steht. Die vergangenen Jahrzehnte hatten sichtbar Spuren an dem Wegekreuz hinterlassen. Einstimmig wurde daher beschlossen, die nötigen Sanierungsarbeiten durch eine Spendenaktion zu finanzieren. Ein Arbeitskreis unter Leitung von Frau Christine Matzke, Herrn Walter Kraus und Herrn Robert Richter bildete sich. Zunächst wurde die Zustimmung zur Renovierung beim Bürgermeister in Spindelmühle eingeholt und der Besitzer des Privatgrundstücks, auf dem das Wegekreuz steht, um Erlaubnis gebeten; ein Spendenaufruf gestartet.

Das Wegekreuz wurde 1828 von den Krausebaudener gestiftet und die Arbeiten durch den Steinmetzmeister Kafka ausgeführt. Anfänglich ganz aus Stein wurde doch bald das steinerne Kreuz herabgenommen und durch ein gusseisernes mit einer goldenen Christusfigur ersetzt. Das steinerne Kreuz wurde in die Kirche nach Spindelmühle gebracht und im Winkel unter den Chorstiegen aufgestellt. 1892 wurden vier Eichenbäume gepflanzt, entlang des Gemeindeweges wurden noch Eschen und Eichen hinzugesetzt. 1898 wurde das Wegekreuz zum ersten Mal restauriert. Die Kosten trug der damalige Gemeindevorsteher. Ein Urenkel und eine Ururenkelin von ihm nahmen übrigens an den Feierlichkeiten zur Wiederweihe 2007 teil. 1937 mußte das Wegekreuz erneut restauriert werden.

Im April 2007 erhielt der Steinmetzmeister aus Harth den Auftrag, die dritte Renovierung durchzuführen. Seiner soliden Handwerksarbeit, wie auch der behördlichen und eigentumsrechtlichen Unterstützung ist es zu verdanken, daß der Fertigstellungstermin eingehalten werden konnte. Am 8.September 2007 war feierliche Wiederweihe. Das Fest nach dem offiziellen Teil hat die Gemeinde ausgerichtet.

Die neuerliche Sanierung des Wegekreuzes soll nicht nur an die ehemaligen Bewohner erinnern, sondern auch ein Zeichen für Vergebung und Versöhnung sein. Denn: "Erinnerung, Vergebung und Versöhnung gehören zusammen. Nur so können wir die Brücken zwischen uns und dem sich neu formierenden Europa schlagen", hieß es in der Rede zur Wiederweihe. (A.M.)
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Das Wegekreuz vor der Restaurierung Während der Restaurierungsphase Die zweisprachige Erinnerungstafel Nach Abschluß der Arbeiten