Dokumentation
grenzüberschreitender
Projekte

Taschendorf / Tošovice
Heimatkreis: Odrau
Heimatlandschaft: Kuhländchen
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Gedenkstätte im Friedhof von Taschendorf / Tošovice

Von Ortsbetreuer Karl Pesch kam 1995 die Anregung, auf dem Friedhof von Taschendorf eine Gedenkstätte für die verstorbenen Bewohner jenes Ortes einzurichten. Nach Absprache mit der Kirchenverwaltung, der zuständigen Gemeinde Odrau unter Bürgermeister Matůšů sowie mit Ortsvorsteher Jan Jakubik erstellte er die notwendigen Pläne dazu.

Sein Vorhaben wurde von der tschechischen Seite begrüßt und genehmigt. Herr Pesch sah vor, die noch vorhandenen 21 Grabsteine aus "deutscher Zeit" an einem Platz im Friedhof zu einer Gedenkstätte zusammenzufassen. Er hatte in der Folge die Projektleitung. Folglich musste er sich auch um die Finanzierung des Projekts kümmern. Zu diesem Zweck startete er unter seinen Landsleuten eine Spendensammlung. Damit konnten die erforderlichen Arbeiten in Taschendorf bezahlt werden.

Tschechische Fachleute führten die geplanten Maßnahmen wie vorgesehen aus. In das Ensemble integrierte man zusätzlich eine zweisprachig abgefasste Tafel, die an einem alten Grabstein montiert wurde. Dort steht:
"Zum Gedenken an die Verstorbenen und Gefallenen der Gemeinde Taschendorf, die auf diesem Friedhof und in fremder Erde ruhen. Die ehemaligen Bewohner von Taschendorf, Mai 1997."
Alle Kosten dieses Projekts wurden durch Spenden der Heimatvertriebenen abgedeckt. Am 3. Mai 1997 wurde die Erinnerungsstätte von Pfarrer Bernard und Pfarrer Bohuslav eingeweiht. In einem gemeinsamen Gottesdienst feierten Angehörige der Heimatgemeinde und heutige Bewohner von Taschendorf den erfolgreichen Abschluss dieses grenzübergreifenden Projekts.

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Eine kleine Gedenkstätte aus alten Grabsteinen wurde am 3. Mai 1997 im Ortsfriedhof von Taschendorf eingeweiht.