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Erika Jansen ergriff auf Seiten der Heimatvertriebenen die Initiative, etwas zur Restaurierung der desolaten Fresken in der St.-Martins-Kirche ihres Herkunftsortes Schönau beizutragen. Zwar wurde bereits 1995/96 die Wichtigkeit dieser Maßnahme erkannt, als gerade die große Renovierung des Kirchengebäudes lief. Diese betraf aber im Wesentlichen das Äußere des Gotteshauses (siehe obenstehenden Textbeitrag). Auch aus finanziellen Gründen war die Maßnahme im Inneren des Bauwerks damals leider nicht realisierbar.
Dennoch gab es in der Folgezeit auf beiden Seiten immer wieder Bestrebungen, das Projekt baldmöglichst in die Tat umzusetzen. Die Heimatgemeinde rief in ihren Mitteilungsblättern regelmäßig zu Spenden auf. Gleichzeitig verfassten Experten ein Gutachten, das die Bedeutung dieser Fresken hervorhob und damit Zuschüsse von Seiten des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds oder vom Denkmalamt ermöglichen sollte.
Die Wandmalereien in der Schönauer Kirche wurden 1758 von Josef Ignaz Sadler (1725-1767) aus Olmütz geschaffen. Er gilt als einer der bedeutendsten mährischen Künstler der Barockzeit. In Schönau schmückte er das Presbyterium und die Langhauswände mit seinen Werken. Sie beziehen sich hier im Wesentlichen auf die Vita des Heiligen Martin. Bei einem Kirchenumbau 1811/12 wurden alle diese Bilder übertüncht und verschwanden somit für Jahrzehnte unter Wandfarbe. Erst ab 1896 und bis 1903 erfolgte eine Freilegung der Gemälde.
Weil die kleine Kirchengemeinde Schönau diese große Restaurierung nicht im Alleingang finanzieren konnte, bat Pfarradministrator Josef Motyka die ehemaligen Bewohner des Ortes um Unterstützung. Gleichzeitig bemühte er sich weiterhin um Zuschüsse von öffentlicher Hand.
Trotz aller Schwierigkeiten gelang es den Projektpartnern schließlich, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. 2004 legten erstmals Fachleute Hand an die maroden Barockbilder. Im Jahr 2007 konnten die Arbeiten dann erfolgreich abgeschlossen werden.
Am 29. September 2007 war die feierliche Neuweihe der restaurierten Fresken. Aus diesem Anlass luden die tschechischen Projektpartner ihre deutschen Kollegen zu einem Besuch in Schönau ein. So kamen viele ehemalige Bewohner von Deutschland aus wieder einmal in ihre alte Heimat und konnten hier begutachten, wofür ihre Spenden verwendet wurden.
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