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Schönau / Šenov
Heimatkreis: Neutitschein
Heimatlandschaft: Kuhländchen
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Sanierungsmaßnahmen an der Kirche in Schönau / Šenov

Von tschechischer Seite ging man 1995 daran, die Pfarrkirche St. Martin in Schönau zu sanieren. Das Gotteshaus dort wurde 1560 erbaut.

Vertreter von gemeindlicher und kirchlicher Seite baten aus diesem Anlass auch die vertriebenen Angehörigen der Heimatgemeinde in Deutschland um finanzielle Unterstützung ihres Vorhabens. Daraufhin kamen Repräsentanten beider Gruppen zu gemeinsamen Vorgesprächen zusammen. Bürgermeister Vladimir Demeter und Pfarrer Alois Peroutka aus Schönau sprachen mit Heimatortsbetreuer Franz Krumpach und Franz Wahala von der Heimatgemeinde über eine effiziente Projektarbeit. Die Deutschen wollten sich demnach mit Spenden an den Kosten der Sanierung beteiligen, die Tschechen ebenfalls, dazu aber auch Organisatorisches beitragen. Später übernahm Marcela Páterová vom Dekanat die Bauleitung. Bürgermeister und Pfarrer bemühten sich parallel dazu um Zuschüsse von öffentlichen tschechischen Institutionen.

Letzten Endes speiste sich die Finanzierung dann aus vielen Quellen: Auf deutscher Seite spendeten die Heimatvertriebenen einen sehr großen Betrag. Auf tschechischer Seite beteiligten sich die politische Gemeinde Schönau, der Kreis Neutitschein, das Kulturministerium in Prag, das Bezirksamt Neutitschein, die Diözese Ostrau-Troppau und die Pfarrgemeinde Schönau an den Kosten. Auch der deutsch-tschechische Zukunftsfonds gab einen Zuschuss.

Im Frühjahr 1995 begannen die Arbeiten an der Kirche. Das Mauerwerk von Langhaus und Turm wurde saniert, d. h. außen neu verputzt und gestrichen. Wichtige Arbeiten erfolgten auch am Dach des Kirchenschiffes: Die Schäden am Dachstuhl wurden behoben und danach eine komplett neue Deckung aufgebracht.

Im Oktober waren diese Maßnahmen beendet und das grenzübergreifende Projekt abgeschlossen.

Schon damals erkannte man von Seiten der Projektpartner auch die Wichtigkeit der Restaurierung der Fresken im Inneren der Kirche. Aus finanziellen Gründen musste dies jedoch noch unterbleiben. Erst 2004 war jene Maßnahme realisierbar (siehe eigenen Textbeitrag).

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Die 1996 restaurierte Martinskirche von Schönau.