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1998 ergriff Ortsbetreuer Ferdinand Lipowsky die Initiative zur Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Friedhof von Pohorsch. Damit sollten nicht nur die letzten vorhandenen alten Grabsteine früherer deutscher Ortsbewohner vor dem Verschwinden gerettet werden. Er wollte auch das Andenken an die verstorbenen Vorfahren vieler Heimatvertriebener des Ortes wach halten.
In Vorgesprächen mit dem Bürgermeister wurde das Projekt abgesprochen. Der Gemeinderat stimmte der Umsetzung des Projekts zu. Wichtige Unterstützung erhielt Herr Lipowsky von zwei Heimatverbliebenen: Herbert Köhler koordinierte das Projekt, Karel Gold dolmetschte.
Vor Ort übernahm ein tschechischer Handwerker die erforderlichen Arbeiten. Er konnte aus Spenden, die die Heimatvertriebenen für das Projekt gaben, bezahlt wurden. In zwei Etappen wurden die letzten Grabsteine, die an frühere deutsche Bewohner von Pohorsch erinnern, saniert und neu aufgestellt. Anfangs, 2001, standen nur drei der Denkmäler auf einem extra dafür ausgesuchten Platz innerhalb des Friedhofs beieinander. Man versah sie mit einer zweisprachigen Schrifttafel.
Dort heißt es:
"Wanderer steh still und bete für mich, einst beten andere für Dich. Zum Gedenken der bis 1945 Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten der Gemeinde Pohorsch."
2003 wurde das Ensemble erweitert und neun weitere Grabsteine kamen dazu. Nun stehen insgesamt 12 renovierte Grabdenkmäler beisammen und erinnern an die bis 1945 im Ort Verstorbenen.
Neben den Renovierungsarbeiten vereinbarte der Initiator mit der Gemeinde, dass auch zukünftig die Pflege dieses Gedenkortes sichergestellt ist. Man bezahlte die Grabpacht für einen längeren Zeitraum und finanzierte regelmäßige Pflegemaßnahmen durch die Kommune.
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