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Projekte

Neubäu / Novosedly
Heimatkreis: Bischofteinitz
Heimatlandschaft: Egerland
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Errichtung eines Gedenkkreuzes in Neubäu / Novosedly

Ein ehemaliges Flurkreuz aus altösterreichischer Zeit erinnert seit 1995 an neuer Stelle an den Ort Neubäu, insbesondere aber an dessen Kirche St. Georg (erbaut 1911-13). Sie stand einst dort, wurde aber nach der Vertreibung abgerissen und ebenso wie der gesamte Ort dem Erdboden gleichgemacht. Heute sind kaum mehr Spuren davon sichtbar.

Erst 1992 entdeckten Johanna und Johann Fabian im Gestrüpp das verlassene Flurkreuz. Es war der letzte Hinweis für den Standort der einstigen Ortschaft und eines benachbarten Dorfes.

Diese "Kreuzauffindung" veranlasste das Ehepaar, eine kleine Gedenkstätte zur Erinnerung an den verschwundenen Ort Neubäu und seiner Kirche zu errichten. Der Bürgermeister der heute für die Flur zuständigen tschechischen Gemeinde gab seine Zustimmung zu dem geplanten Projekt. Daraufhin wurde das alte Feldkreuz abgebaut, fachmännisch restauriert und mit einer neuen, zweisprachigen Gedenktafel versehen. Am Sockel des neuen Denkmals wurde ein Bild der früheren Kirche angebracht. Zuvor war der ehemalige Standplatz der Georgskirche von Neubäu planiert und so gestaltet worden, dass dort das Gedenkkreuz errichtet werden konnte.

In einer von Tschechen und Deutschen gestalteten und gut besuchten Feier wurde das kleine Denkmal am 17. Juni 1995 eingeweiht.

Die notwendigen Gelder für diese Aktion kamen sämtlich durch private Spenden ehemaliger Dorfbewohner zusammen. Materielle Unterstützung erfuhren die Initiatoren in etwas geringerem Umfang vom tschechischen Bürgermeister und einem sehr engagierten Ortsansässigen. Den Rest der Arbeiten erledigten sie auf eigene Kosten in Eigenregie.

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Ein zum Gedenkkreuz umfunktioniertes ehemaliges Feldkreuz erinnert seit 1995 an den verschwundenen Ort Neubäu und seine einstige Kirche St. Georg.