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Dem beharrlichen Einsatz von Heimatortsbetreuer Johannes Schindler verdankt die Pestkapelle in Kunzendorf ihre Rettung. Nachdem der Initiator seit der politischen Wende ihretwegen wiederholt bei Bürgermeister Edvard Kavala und dem zuständigen Pfarrer nachgefragt hatte, konnte man 1995 endlich mit der Sanierung beginnen. Zuvor waren von deutscher und tschechischer Seite Geldmittel dafür beschafft worden. Ohne sie war an die Durchführung des Projekts nicht zu denken. Gleichermaßen waren private Sponsoren sowie öffentliche Zuschussgeber beteiligt. Die Projektleitung lag später beim Bürgermeister sowie beim beauftragten Architekten. Der deutsche Initiator hatte aber stets ein Mitspracherecht.
Alle Arbeiten führten tschechische Handwerker aus. Die umfassende Sanierung von Mauern, Dach, Türen und Fenstern erfolgten gleich im Anschluss an die Planungen. Später wurde sogar ein eigener Turm mit Spitzhelm angebaut. Es nahm einerseits den erforderlichen Windfang im Untergeschoß auf. Andererseits gab er der Kapelle Raum für eine eigene Glocke, denn 1948 war ein vorhandener Dachreiter abgetragen worden. Neu verlegt wurde auch ein Stromanschluss zum Gotteshaus. Der Bereich um die Kapelle herum wurde völlig umgestaltet. Ferner legte man eine neue Zufahrt an. Neben dem Bau errichteten die Projektpartner ein sieben Meter hohes Kreuz. Im Windfang fand man Platz für eine alte Gedenktafel zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger von Kunzendorf. Sie hing ehemals am alten Schulhaus.
Zwei Jahre lang arbeitete man intensiv an der Realisierung dieses Projekts. 1997 wurde es erfolgreich abgeschlossen.
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