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Die intensiven partnerschaftlichen Kontakte der Heimatvertriebenen zu ihrer früheren Gemeinde Kunewald ermöglichten es, 1996 mit Renovierungsmaßnahmen bei Denkmälern zu beginnen, die im Ortsbereich an die ehemaligen adligen Herrschaften erinnern. Neben dem einstigen Schloss gibt es in Kunewald noch die 1828 errichtete Gruft der Gräfin Maria Walburga von Truchseß-Waldburg-Zeil (1762-1828). Die besagte Dame wirkte in der Region vor allem als rührige Förderin von Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung. So förderte sie unter anderem die Zucht der Kuhländler Rinder. Außerdem stiftete sie 1812 den Bau der Kreuzerhöhungskirche in Kunewald. Daher war sie noch lange nach ihrem Tod als "gute Gräfin" tief im Bewusstsein der Bevölkerung des Kuhländchens verankert.
Die geplante Renovierungsmaßnahme lag ganz im Interesse der Gemeinde Kunewald, die dieses Bauwerk als einen Teil ihrer kulturhistorischen Denkmäler betrachtet und sich dementsprechend für seinen Erhalt einsetzt. Daher beteiligte sie sich auch an dem Vorhaben finanziell und materiell. Die Heimatvertriebenen steuerten hierzu ebenfalls einen großen Geldbetrag bei, sodass das Bauwerk schließlich von 1996 bis 1998 umfassend saniert werden konnte. Darunter fielen auch die 14 Grabtafeln im Inneren der Halle hinter der Säulenreihe. Sie erinnern an verschiedene Mitglieder dieser Adelsfamilie.
Aus Anlass des 170. Todestages der Gräfin Truchseß-Waldburg-Zeil und der Renovierung ihres Grabmals brachten die ehemaligen deutschen Bewohner von Kunewald zur Erinnerung eine zweisprachige Gedenktafel an dem Gebäude an.
Am 24. Mai 1998 wurde das Projekt feierlich abgeschlossen. Der gesamte Gemeinderat mit Bürgermeister František Kojetinský an der Spitze war dazu auf dem Friedhof erschienen. Gemeinsam mit Ortsbetreuer Heinrich Friedrich legte das Stadtoberhaupt einen Kranz vor der frisch renovierten Gruft nieder. Die genannte zweisprachige Gedenkplatte wurde ebenfalls gemeinsam enthüllt. Mit beim zweisprachigen Gottesdienst dabei waren darüber hinaus viele ehemalige deutsche Bewohner von Kunewald. Für sie wurde nachher im Museum von Neutitschein eine kleine Ausstellung über Leben und Werk der geehrten Gräfin gezeigt.
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