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grenzüberschreitender
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Kunewald / Kunín
Heimatkreis: Neutitschein
Heimatlandschaft: Kuhländchen
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Partnerschaft zwischen Leimen und Kunewald / Kunín

Gleich nach der politischen Wende in Tschechien wurden zwischen den deutschen Heimatvertriebenen aus Kunewald und den heutigen Bewohnern ihrer früheren Heimat grenzüberschreitende Kontakte angebahnt und kontinuierlich aufgebaut. Dies geschah anfangs ausschließlich auf privater Ebene. Vor allem Ortsbetreuer Friedrich Heinrich hat sich darum mit einer kleinen Gruppe von Landsleuten sehr verdient gemacht.

Schon bald aber wurden diese Kontakte auf öffentlicher Ebene weitergeführt. Am 30. Juli 1990 kam es im Kulturhaus von Kunewald zum ersten offiziellen Gespräch zwischen Vertretern beider Seiten. Anwesend waren acht Bürger der tschechischen Kommune nebst Dolmetscherin. Auf deutscher Seite nahmen die Ehepaare Friedrich und Bahner als Vertreter der Heimatvertrieben an dem Treffen teil. Knapp ein Jahr später, am 20. Juli 1991, begrüßte Bürgermeister František Kojetinský aus Kunewald den ersten Reisebus mit Heimatvertriebenen, die sich zu einer ersten Heimatfahrt seit der Vertreibung aufgemacht hatten. Die Stadt gab aus diesem Anlass einen Empfang für die Besucher aus Deutschland.

In den Folgejahren kam es regelmäßig zu Treffen von Heimatvertriebenen und tschechischen Bewohnern von Kunewald. Dazwischen wurden zusätzlich kleinere Hilfsaktionen von deutscher Seite aus initiiert. Beispielsweise stifteten die Vertriebenen im Juli 1992 vier Rollstühle und ein Kinderfahrrad an Bedürftige in der tschechischen Kommune. Auch unterschiedliche Renovierungsaktionen, etwa an der Heimatkirche, wurden angestoßen und stets von Deutschland aus bezuschusst (siehe nachfolgende Beiträge). Mehrmals fanden in dieser Zeit nach 1990 auch Gegenbesuche der tschechischen Partner in Deutschland statt.

Die auf diese Weise intensivierten Kontakte mündeten schließlich am 8. Mai 1994 in den formalen Abschluss einer Freundschaftsvereinbarung zwischen der Stadt Leimen in Baden-Württemberg und Kunewald in Nordmähren. Leimen hatte bereits 1977 die Patenschaft über die sudetendeutschen Vertriebenen aus der Region um Kunewald bzw. aus Nordmähren übernommen. Hier fanden seit langem Treffen und Feiern der Kuhländler statt.

Nach diesem grenzüberschreitenden Ereignis baute man die Kontakte weiter aus und vertiefte sie (siehe auch folgende Berichte). 2001 konnte gemeinsam bereits das 10-Jährige der ersten Kontaktaufnahme gefeiert werden.

Einer der treibenden Kräfte auf deutscher Seite war und ist Heimatortsbetreuer Heinrich Friedrich. Auf Grund seiner Verdienste um ein konstruktives Miteinander wurde er 1994 in Kunewald zum ersten deutschen Ehrenbürger nach dem Krieg ernannt.

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1994 schlossen die Heimatvertriebenen einen offiziellen Freundschaftsvertrag mit Kunewald.