Dokumentation
grenzüberschreitender
Projekte

Groß-Petersdorf / Dolní Vražně
Heimatkreis: Odrau
Heimatlandschaft: Kuhländchen
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Gedenkstätte im Friedhof von Groß-Petersdorf / Dolní Vražně

Heimatortsbetreuer Erich Meixner ergriff die Initiative zur Errichtung einer Totengedenkstätte auf dem Friedhof von Groß-Petersdorf. In Gesprächen mit Bürgermeister Vladimír Nippert wurde dieser Plan 1998 erstmals erörtert. Der Gemeinderat stimmte jenem Projekt auf Antrag zu.
In der Folgezeit konnten insgesamt 13 noch vorhandene und wieder aufgefundene Grabsteine aus der "deutschen Zeit" geborgen und saniert werden. Sie wurden von ihren ursprünglichen Standorten innerhalb des Friedhofs transferiert und in einem eigens dafür freigehaltenen Bereich zusammengefasst. An dieser Stelle hat man neue Fundamente betoniert und darauf die sanierten Steine im Halbkreis aufgestellt. Die alten, verblassten Inschriften der Denkmäler ließ man neu ausmalen.
Mit dieser Anlage wurde ein in sich geschlossener Ort des Gedenkens an die verstorbenen und gefallenen Bewohner des ehemaligen Pfarrsprengels Groß-Petersdorf geschaffen. In der Mitte des Ensembles erinnert eine zweisprachige Inschrift, die auf einem wiederverwendeten, alten Grabstein angebracht wurde, an jene Aktion. Sie lautet: "Wir gedenken unserer deutschen Mitbürger und aller Toten des 2. Weltkrieges. Gott gebe ihnen und uns den Frieden. 27.6.1999. Gestiftet von den ehemaligen deutschen Bewohnern und der Gemeinde Vražně.
Dieses grenzüberschreitende Projekt wurde vor Ort von Bürgermeister Nippert geleitet. Tschechische Handwerker führten die Arbeiten aus.
Die Finanzierung dieser Maßnahme erfolgte ausnahmslos durch Spenden. Sie kamen von den deutschen Angehörigen des früheren Pfarrsprengels.
Am 27. Juni 1999, dem 200. Jahrestag der Errichtung der Pfarrkirche von Groß-Petersdorf, war diese grenzübergreifende Aktion erfolgreich beendet. Bischof František Lobkowicz aus Ostrau weihte die kleine Anlage unter großer Anteilnahme von heimatvertriebenen und heutigen Bewohnern von Groß-Petersdorf ein.
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Die im Halbrund aufgestellten und renovierten Grabsteine erinnern an die früheren Bewohner des Pfarrsprengels Groß-Petersdorf. Seit 1999 bilden sie eine würdige Gedenkstätte im örtlichen Friedhof.