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Rosa Lux organisierte zusammen mit Freunden und Heimatvertriebenen aus Gerlsdorf im September 1994 einen besonderen grenzüberschreitenden Transport: Sie hatte es ermöglicht, dass eine ausgemusterte Glocke aus der Nähe von Ulm in die alte Heimat nach Fulnek gebracht werden konnte. Der Kirchturm der Stadt war seit Kriegsende 1945 ohne Geläut, sonst aber unbeschädigt und in gutem Zustand. Parallel dazu wurde die 1948 gegossene Glocke in Deutschland nicht mehr benötigt, war aber noch verwendungsfähig.
Nach langwierigen Verhandlungen mit den Vertretern der Stadt Fulnek und der Diözese Ostrau-Troppau war in dieser Sache ein Durchbruch erzielt worden. Zunächst einmal mussten die Zuständigkeiten eindeutig geklärt werden, da der Turm abseits der eigentlichen Kirche steht. Erst danach konnte das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.
Bevor die Aktion vor Ort startete, wurde der Turm durch örtliche Handwerker untersucht und der Glockenstuhl verstärkt. Die Glocke selbst war zuvor bereits überholt worden. Dann wurde sie hochgezogen und an ihrem neuen Wirkungsort montiert. Ein gutes Jahr nach Beginn der ersten Verhandlungen kam im Oktober 1995 erstmals nach 50 Jahren wieder ein Glockenläuten vom Kirchturm in Fulnek.
Dieses Projekt war nur möglich, weil viele Privatleute dafür Geld spendeten. Meist waren dies Vertriebene, die damit ihrer alten Heimat einen Dienst erweisen wollten.
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