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Projekte

Engelswald / Mošnov
Heimatkreis: Neutitschein
Heimatlandschaft: Kuhländchen
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Gedenkstätte im Friedhof von Engelswald

Auf Initiative von Adolf Klohs von der Heimatgemeinde wurde 2005 im Friedhof von Engelswald eine Gedenkstätte eingerichtet. Sie erinnert an die hier begrabenen früheren deutschen Bewohner des Ortes.
Der Initiator stellte beim Bürgermeister von Engelswald einen Antrag auf Genehmigung seines Projekts. Der Gemeinderat stimmte dieser Aktion zu und stellte dafür nach Bezahlung der vorschriftsmäßigen Grabgebühr ein Areal von 38 Quadratmetern in der Südwestecke des Friedhofs zur Verfügung.
Zeitgleich bat der Initiator seine Landsleute in einem Aufruf um Spenden, damit das Vorhaben zu finanzieren war. Schnell kam so viel Geld zusammen, dass das grenzübergreifende Projekt finanziell abgesichert war. Auch beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Prag wurde ein Zuschussantrag eingereicht, der jedoch bislang nicht bewilligt wurde. Trotzdem begann man mit den Arbeiten. Die Leitung hatte dabei Werner Cechovsky.
Die Gemeindeverwaltung Engelswald ließ das ausgesuchte Areal im Friedhof abräumen und vorbereiten. Dort sollten später insgesamt 15 Grabsteine, zwei gusseiserne Grabkreuze und sechs Gedenktafeln aus der Zeit der deutschen Besiedelung des Ortes aufgestellt werden. Sie waren bis dahin über den ganzen Friedhof verteilt und teilweise in schlechtem Zustand. Man reinigte die ausgewählten Grabdenkmäler sorgfältig und zog überall die verblasste Schrift nach. In den Mittelpunkt der kleinen Anlage stellte man ein über zwei Meter hohes Steinkreuz, das eine deutsche und eine tschechische Inschrift trägt, die an diese Aktion erinnert. Es heißt dort:
"In bleibender Erinnerung an die verstorbenen deutschen Bürger der Gemeinden Engelswald, Rosenthal, Lilien und Gurtendorf sowie im Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert. Gedenkstätte erstellt und eingeweiht im Jahre 2005."
Am 21. Mai 2005 fand das Projekt mit der Einweihung durch den örtlichen Pfarrer seinen Abschluss. Mit dabei waren zahlreiche vertriebene ehemalige Bewohner des früheren Pfarrsprengels und deren Nachkommen.
Besondere Verdienste um die Gedenkstätte erwarb sich die verbliebene Familie Jahn. Bürgermeister Roman Máca von Mošnov unterstützte in Abstimmung mit dem Ortsbetreuer von Gurtendorf das Projekt von Anfang an, so dass alle deutschen Grabsteine auf dem Engelswalder Friedhof erhalten blieben. Aus ihnen konnte dann die Gedenkstätte entstehen.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.kuhlaendchen.de
158-p0060

Die neue Gedenkstätte für die ehemaligen Bewohner von Engelswald und Umgebung. Gedenkstätte in Engelswald bei der Weihe am 21. Mai 2005 Gedenkstätte Engelswald: Teilaufnahme der deutschen Grabsteine