Dokumentation
grenzüberschreitender
Projekte

Botenwald / Butovice
Heimatkreis: Neutitschein
Heimatlandschaft: Kuhländchen
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Renovierung der Wallfahrtskapelle St. Anna in Botenwald / Butovice

Die erste Wiederbegegnung der Botenwälder mit ihrer Annakapelle 1988 war ein Schock: sie fanden nur noch eine eingestürzte Ruine, die von Gestrüpp überwuchert war. Zwei Jahre später war sie zwar notdürftig wieder aufgerichtet, aber Dach, Wände und Fenster waren schadhaft, sämtliche Inneneinrichtung und Votivbilder waren verschwunden. Ortspfarrer Kopecký schaffte es in den folgenden Jahren, die Kapelle aus dem Gemeindebesitz wieder in den Kirchenbesitz zu holen, während die Heimatgemeinde die Restaurierung der Kirche mit Spenden unterstützte. Dieses Zusammenwirken ebnete den Weg für die Auferstehung des kleinen Gotteshauses.
Lothar Kudla, der in seiner alten Heimat Kuhländchen verblieben war, kümmerte sich mit seinen Söhnen um die Ausführung der notwendigen Arbeiten. Verschiedene Handwerker und Künstler sorgten dafür, dass die einst beliebte Wallfahrtskapelle wieder im neuen Glanz erstrahlte. Die Malerin Elvi Goj schuf ein neues Altarbild (Anna Selbdritt) und der Botenwälder Kunstschmied Fabianek erstellte kunstvolle Gitter für Fenster und Tür. Grete Veličkova stickte das Altartuch mit der Bitte "St. Anna ora pro nobis". Der Pfarrer ließ den wiedergefundenen Altar sanieren. Als unermüdliche Spendensammlerin und Spenderin agierte Dorothea Lippert, sie sorgte auch für die Innenausstattung. Durch so großes grenzüberschreitendes Engagement konnte Weihbischof Hrdlicka aus Olmütz die St. Anna-Kapelle bereits 1992 neu einweihen. Die alltägliche Pflege der Kapelle wurde von Herrn Kudla besorgt, die laufenden Kosten wurden in bewährter Weisen durch Spenden abgedeckt. So rückte die St. Anna-Kapelle wieder in das Zentrum des traditionellen Anna-Kirchweihfestes, zu dem jährlich auch viele einst vertriebene Botenwälder kommen.
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Die St. Anna-Kapelle in Botenwald nach der Renovierung