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Dieses Projekt lief in der "Alten Heimat" unter der Rubrik "Auferstehung einer Ruine". Zu einer solchen war das einstige soziale und religiöse Zentrum des Ortes, das auch einen Kindergarten beherbergte, in der Nachkriegszeit verkommen. Eingeweiht wurde das "Kloster zur göttlichen Vorsehung" im Jahr 1927, entstanden ist es aus dem Erbe, das Eduard Bayer den "Schwestern der Gottesliebe" in Troppau vermachte. Nach der Vertreibung der Deutschen verlor das Haus nach und nach seine Funktionen als Kloster, Kirche und Kindergarten. Ende der 1990er Jahre war es tatsächlich zur Ruine ohne Dach und Fenster verkommen, der Glockenturm war verschwunden, alles war von Gestrüpp überwachsen. Weder die Ordensschwestern noch die Gemeinde wollten diese Ruine zurück. So gründete im Jahr 2000 sich ein Bürgerverein mit deutschen und tschechischen Mitgliedern, die sich nach dem Spender des Gebäudes "Bayers Vermächtnis" nannte. Diese Vereinigung erwarb nun das völlig verfallene Gebäude. Viele ehrenamtliche Helfer und zwei vom Staat bezahlte ehemalige Arbeitslose sanierten in den folgenden Jahren das Haus und schufen ein Begegnungszentrum vor allem für Jugendliche. Anschließend sollte der abgetragene Glockenturm rekonstruiert werden, was die Sanierung des gesamten Dachstuhls erforderte. Bei den Arbeiten kam es zu einem schweren Unfall, bei dem sich der ehemalige Bürgermeister Karel Glogar beide Hände brach.
Für Konstruktion und Aufbau sorgte Schreinermeister Rudi Malcher. Dass die verlorene Glocke ersetzt werden konnte, ist Landsmann Erhard Kahlig zu verdanken. Er wusste von einer nicht mehr gebrauchten Glocke in der Gemeinde St. Christoph in München und erreichte schließlich, dass diese als Stiftung an das Kloster in Blattendorf übergeben wurde. So konnte die Einweihung am 11.6.2006 mit feierlichen Glockengeläut begangen werden. Aus Deutschland war dazu ein voller Reisebus auch mit vielen jungen Teilnehmern angereist. Pfarrer Kurzydem aus der Münchner Gemeinde St. Christoph segnete Turm und Glocke.
Finanziert und durchgeführt wurde das Projekt zuallererst von Ehrenamtlichen aus dem Bürgerverein "Bayers Vermächtnis" sowie von Spenden und freiwilligen Arbeiten. Von staatlicher Seite kamen die Kosten für die beiden ehemaligen Arbeitslosen sowie für eine Mitarbeiterin in der Hausverwaltung. Aus dem deutsch-tschechischen Kirchenfond in Prag halfen immer wieder kleine Finanzhilfen. Ein im Turm befestigter Kupferbehälter beinhaltet Schriften und Bilder, die dokumentieren, wie in diesem Gemeinschaftsprojekt für Blahutovice das Ortszentrum neu geschaffen wurde.
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